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Im Jahre 1912 wurde das Quartier Hinterer Steinacker mit einer neuen Strasse vom Hausmattrain her erschlossen. Dazu wurde ein Hangeinschnitt erstellt, der beidseitig mit einer Stützmauer begrenzt wurde. Aufgrund des Alters und der gestiegenen Anforderungen an diese Erschliessungsstrasse musste die Strasse auf einer Länge von rund 150 m saniert werden. Gleichzeitig wurde talseitig ein neuer Gehweg ausgeführt. Im Zusammenhang mit den Strassenbauarbeiten wurde die Beleuchtung erneuert, die Strassenentwässerung optimiert und eine neue Meteorwasserleitung erstellt. Damit die neue Strassenbreite gewährleistet werden kann, wurde die hangseitige Stützmauer abgebrochen und zurückversetzt eine neue Winkelstützmauer erstellt. Die talseitige Stützmauer (Schwergewichtsmauer) musste aufgrund der gestiegenen normativen Vorgaben verstärkt werden. Die Verstärkung wurde mit einer aufgestzten Konsole ausgeführt, welche die bestehende Mauer vom Erddruck entlastet. Im Übergang zur Bahnbrücke sowie entlang von GB-Nr. 2409 wurde die bestehende Stützmauer auf einer Länge von rund zehn respektive rund 50 m komplett ersetzt.
Der Hintere Steinacker ist die einzige Zu- und Wegfahrtsstrasse eines grossen Wohnquartiers in Olten. Für die Planung der Bauphasen wurde die Bauherrschaft bereits frühzeitig mit einbezogen. Es musste sichergestellt werden, dass zu jeder Zeit mindestens eine Fahrspur mit einer Breite von 3.50 m befahrbar ist. Dies konnte bewerkstelligt werden, indem als erstes die hangseitige Nagelwand ausgeführt und die Strasse mit provisorischem Belag verbreitert wurde. So konnten in einem zweiten Schritt die talseitigen Stützmauern ausgeführt werden. Nach den talseitigen Arbeiten konnte der Verkehr entlang der neu erstellten Stützmauern geführt und die bergseitigen Stützmauern realisiert werden. Alle Phasen bis auf den Deckbelagseinbau konnten so mit einer einspurigen Verkehrsführung mit Lichtsignalanlage umgesetzt werden. Der einzige Zeitpunkt, an welchem die Strasse kurzzeitig gesperrt wurde, war der Tag des Deckbelagseinbaus.